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26 | 07 | 2017
20 Millionen mehr vom Militär! PDF Drucken
Freitag, den 05. Juli 2013 um 00:21 Uhr

Das Friedensmobil am 3.7.2013 in MannheimDeutschlandtour des Friedensmobils: Machte Station in Mannheim

Aktive von Deutscher Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegenerInnen (DFG-VK) und Friedensplenum Mannheim gegen steigende Militärausgaben

Köln/Mannheim, 3. Juli 2013 – Friedensaktivisten der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegenerInnen (DFG-VK) und des Friedensplenums Mannheim haben am 3.7.2013 auf dem Paradeplatz gegen wachsende Militärausgaben protestiert. Unterstützung erhielten sie von

Das Friedensmobil am 3.7.2013 in Mannheim

Rentner JochenPetzschmann (72) aus Ratingen, der seitdem 24. Juni mit seinem zum Friede nsmobil umgerüsteten Wohnwagen auf großer Deutschlandtour ist. Sein Ziel: Die Menschen zu überzeugen, dass die deutsche Politik endlich mehr Geld in Gewaltprävention investieren sollte.

Am 3. 7. 2013 machte das Friedensmobil in Mannheim Station. Zusammen mit Aktiven der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienst-gegenerInnen (DFG-VK) und des Friedensplenums Mannheim diskutierte Petzschmann mit den Bürgerinnen und Bürgern auf dem Paradeplatz über seine Forderung an die Bundesregierung und sammelte viele Unterschriften neuer Unterstützer. Mit der Roadshow unterstützt der Rentner die Kampagne „20 Millionen Euro mehr vom Militär!“ des Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD). Zur Bundestagswahl 2013 fordert das forumZFD die neue Bundesregierung und den Deutschen Bundestag auf, drei Jahre lang je 20 Millionen Euro mehr für Zivilen Friedensdienst bereitzustellen.

„Wir wenden uns gegen Kriegseinsätze“

Unterschriftensammlung für 20 Millionen mehr vom MilitärOtto Reger vom Friedensplenum Mannheim unterstützt die Deutschlandtour des Friedensmobils: „Wir wenden uns gegen Kriegseinsätze und Rüstung. Stattdessen fordern wir den Zivilen Friedensdienst auszubauen. Dafür setzen wir uns mit der heutigen Aktion ein.“ Petzschmanns Tour endet am 1. September, dem Antikriegstag, in Berlin. Bis dahin wird er von Überlingen bis Berlin in über 20 Städten Station machen und Tausende von Kilometern zurücklegen. „Jeder ist für den Frieden, aber wir haben mit dem Zivilen Friedensdienst eine ganz konkrete Alternative zu Krieg und Gewalt – davon müssen wir die Menschen überzeugen!“, sagt Petzschmann. „Auf meiner Tour werde ich mit Hunderten Menschen über unsere Arbeit sprechen und sie dafür gewinnen, unsere Kampagne zu unterstützen.“


20 Millionen Euro – 200 Friedensfachkräfte oder
250 Eurofighter-Flugstunden

Gute Gespräche über Zivile Konfliktbearbeitung

Seit 2011 fordert das forumZFD mit der Kampagne „20 Millionen mehr vom Militär!“, mehr Geld für den Zivilen Friedensdienst bereitzustellen. Denn zivile Friedensfachkräfte können Konflikte entschärfen, bevor sie zu Gewalt und Krieg führen, während militärische Einsätze meist zu spät kommen und enorm teuer sind. Mit 20 Millionen Euro können weitere 200 Friedensfachkräfte dabei helfen, Krieg und Gewalt frühzeitig zu stoppen und Frieden zu fördern.
20 Millionen Euro – das sind 250 Flugstunden eines Eurofighters oder sieben Tage Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. 20 Millionen Euro entsprechen gerade mal  0,06 Prozent des deutschen Verteidigungsetats.

Wer die Kampagne unterstützen möchte, kann auf
www.20millionen-mehr-vom-militaer.de online unterzeichnen.
Weitere Informationen und Fotos:
www.20millionen-mehr-vom-militaer.de

Forum Ziviler Friedensdienst e. V.

Das Forum Ziviler Friedensdienst e. V. wurde 1996 von Friedens- und Menschenrechtsgruppen als überparteilicher und überkonfessioneller Verein gegründet. Auftrag des forumZFD ist es, sich für die Verwirklichung der Idee eines Zivilen Friedensdienstes einzusetzen und einen Vorrang ziviler Mittel in der Konfliktbearbeitung durchzusetzen. Inzwischen gehört der Zivile Friedensdienst zu den wichtigsten Programmen der Friedens- und Entwicklungspolitik. Das forumZFD ist Träger des Gustav-Heinemann-Bürgerpreises und des Göttinger Friedenspreises. Es ist Mitglied der Initiative „Transparente Zivilgesellschaft“ und finanziert sich über Zuschüsse, Mitgliedsbeiträge und Spenden.