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13 | 12 | 2017
Rüstungsfirma Heckler & Koch entrüsten PDF Drucken
Mittwoch, den 18. Februar 2015 um 21:45 Uhr

Protest gegen H&K-Waffenexporte am 27.2.2015Damit der Mensch nicht zur Zielscheibe wird

Erfolgreiche Protestaktion am 27.02.15 in Oberndorf am Neckar am Stammsitz von Heckler & Koch, Produzent von G36-Gewehren

Die Aktion gegen einen der gefährlichsten Produzenten von sogenannten Kleinwaffen war eine motivierende Aktion und wurde auch von den Medien aufgegriffen. Die Aktion war nicht die erste und wird nicht die letzte sein. Die Protestpostkarte/mail ist eine sehr gute Möglichkeit für jede*n sich dem Protest anzuschließen.

Protest gegen H&K-Waffenexporte am 27.2.2015
Protestpostkarte an Heckler & Koch


Die oben abgebildete Protestpostkarte kann bei
"Ohne Rüstung Leben" bestellt werden.
Alternativ kann von dort eine vorbereitete Protestmail
abgesendet werden.

Weiter Informationen über Heckler & Koch und Aktionen
gibt es auf den Unterseiten von
Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!

Einsatz für das Ende von Rüstungsexporten nicht vergeblich

Auch wenn die Macht der Rüstungsproduzenten schier unbegrenzt scheint, sollte nicht vergessen werden, dass das Engagement auch Erfolge erzielt: Jürgen Grässlin und Holger Rothbauer haben 2011 Anzeige gegen H&K wegen deren illegalen Gewehrlieferungen in mexikanische Bundesstaaten erstattet. Daraufhin verhängte das Bundeswirtschaftsministerium ein bis heute gültiges Genehmigungsverbot für Kleinwaffenexporte nach Mexiko.

Berichte über die jüngste und weitere Aktionen vor den Toren der Waffenschmiede oder in der Nachbarschaft findet man auf den Internetseiten von Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!

Protestaktion in Oberndorf gegen Heckler & Koch, 27.02.2015
Waffenlieferungen nach Mexiko: Mahnwache vor Heckler & Koch in Oberndorf, 10.12.2014
Friedensradtour: Mahnwache und Aktionen vor den Toren von Heckler & Koch, 28.07.2014
Zielscheibe Mensch - Internationaler Kongress zu den sozialen und gesundheitlichen Folgen des globalen Kleinwaffenhandels, Villingen-Schwenningen 30.05.-02.06.2013
Konzertblockade von Heckler & Koch durch Lebenslaute, 03.09.2012
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/03-09-12-Konzertblockade-vor-H.565.0.html
Mahnwache in Großbritannien: "Shut down H&K",
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Mahnwache-in-Nottingham.351.0.html

Weshalb die Aktion nötig war

Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Exporteur sogenannter „Kleinwaffen“, wie Pistolen, Maschinenpistolen und Gewehren. Mit diesen Waffen werden rund drei Viertel der meist zivilen Opfer in Kriegen und Bürgerkriegen getötet. Durchschnittlich alle 14 Minuten stirbt ein Mensch durch eine Kugel aus dem Lauf einer Waffe von Heckler & Koch GmbH (H&K), dem führenden deutschen Kleinwaffenproduzenten und -exporteur.Seit der Firmengründung 1949 verloren schon mehr als 2.000.000 Menschen ihr Leben durch den Beschuss mit einer H&K-Waffe – weitaus mehr wurden zeitlebens verstümmelt.

Gemessen an der Opferzahl ist die Firma Heckler & Koch in Oberndorf »Deutschlands tödlichstes Unternehmen«. Nicht immer lässt sich klar unterscheiden, wer Jäger und Gejagter, wer Kombattant eines demokratischen, scheindemokratischen oder diktatorischen Staates, wer Terrorist oder Counterterrorist ist. Eines aber verbindet sie alle: Sie schießen mit Vorliebe mit Kleinwaffen, die bei Heckler & Koch entwickelt worden sind.

H&K-Waffen gelangen über Direktexporte aus Oberndorf oder über Nachbauten bei Lizenznehmern legal oder illegal zum Einsatz auf den Schlachtfeldern in aller Welt. Um dem Einsatz dieser Kriegswaffen zu entkommen, müssen unzählige Menschen ihre Heimatländer verlassen. Sie fliehen in die Nachbarregionen, nach Europa, zuweilen nach Deutschland.

Von der Bundesregierung noch immer ungeklärt ist der Einsatz von G36-Gewehren in Libyen und im Krieg zwischen Georgien und Russland. Aktuell verfolgen die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Zollkriminalamt Köln Strafanzeigen wegen des Verdachts der illegalen Lieferung von G36-Gewehren in verbotene Unruheprovinzen in Mexiko und der widerrechtlichen Nutzung einer H&K-Lizenz.

Am Samstag, den 28. Februar 2015, wollen Mitglieder der unterzeichnenden Organisationen und weitere FriedensaktivistInnen in Oberndorf am Neckar, dem Produktionsstandort von Heckler & Koch, gegen die Lieferung von Kleinwaffen an kriegsführende und menschenrechtsverletzende Staaten protestieren. Wir fordern: Grenzen öffnen für Menschen, Grenzen schließen für Waffen. Denn der Mensch darf nicht zur Zielscheibe werden.

Wir laden ein
Paul Russmann, Diplomtheologe, Geschäftsführer von Ohne Rüstung Leben, Stuttgart
Jürgen Grässlin, Autor, Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.), Freiburg
Alexander Schleicher, katholischer Pfarrer, Villingen
Dr. med. Helmut Lohrer, Sprecher der IPPNW Regionalgruppe Villingen-Schwenningen
Ulrich Pfaff, Diakon, Oberndorf
Roland Blach, Landesgeschäftsführer DFG-VK Baden-Württemberg, Stuttgart
Harald Hellstern, Sprecher der Pax-Christi-Kommission Rüstungsexport, Stuttgart

Veranstalter
Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! Baden-Württemberg“
mit Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Landesverband Baden-Württemberg (DFG-VK), Friedensgruppe Oberndorf, IPPNW Regionalgruppe Villingen-Schwenningen, Ohne Rüstung Leben (ORL), Pax Christi Diözese Rottenburg-Stuttgart, Regionales Friedensbündnis Villingen-Schwenningen, RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.)