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28 | 05 | 2017
Mannheim ohne Militär
Optimismus in der Akademie PDF Drucken
Sonntag, den 20. Februar 2011 um 19:40 Uhr

Bundesakademie für Wehrverwaltung und Wehrtechnik (BAkWVT) in Mannheim will feiernLogo der Bundesakademie für Wehrverwaltung und Wehrtechnik in Mannheim

Mit „Optimismus in der Akademie“ überschrieb Journalist Peter W. Ragge seinen vierspaltigen Artikel im Mannheimer Morgen vom 17.12.2010, mit dem er auf die Zukunft der höchsten zentralen Bildungseinrichtung der zivilen Bundeswehrverwaltung einging. Anlass für eine gewisse Sorge bei allen Bundeswehrfreunden war eine Aussage im Bericht der Strukturkommission zur Reform der Bundeswehr. Darin ist (sehr pauschal) eine Einbindung der Bundesakademie in die Führungsakademie der Bundeswehr angeregt. Für die in Mannheim wenig bekannte Bundestagsabgeordnet Birgit Reinemund (FDP) war das Grund genug, ihre Besorgnis um die weitere Existenz der Einrichtung in Form einer Bundestagsanfrage zu thematisieren.

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Bundeswehr-Sponsoring in Mannheim beenden PDF Drucken
Mittwoch, den 16. Februar 2011 um 22:19 Uhr

Schluss mit Bundeswehr-Sponsoring bei Jugendveranstaltungen!
Bundeswehr raus aus den Schulen

Die Partei Die Linke hat am 15.2.11 im Mannheimer Gemeinderat einen Antrag gestellt, mit dem sie verhindern möchte, dass die Bundeswehr „Sport und Spiel am Wasserturm“ sponsort und dort als Beachvolleyballveranstalter auftritt. Die Stadt Mannheim solle sich dafür einsetzen, dass Jugendoffiziere in Schulen nicht einseitig für die Bundeswehr als Arbeitgeber werben können und Schulklassen keine Kasernen besuchen.
Im Folgenden veröffentlichen wir Antrag und Begründung. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Anfrage der Linken zu diesem Thema in der Gemeinderatssitzung am 27.7.2010 und die Antwort der Stadtverwaltung mit der sie das Sponsoring zu begründen sucht.

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Die Bundesakademie für Wehrverwaltung und Wehrtechnik in Mannheim PDF Drucken
Mittwoch, den 13. Oktober 2010 um 22:06 Uhr

Bundeswehr, Beamte, Bildung

Die Bundesakademie für Wehrverwaltung und Wehrtechnik, BAkWVT

Die Mannheimer Netzwerker für einen effizienteren Rüstungsapparat

Es irrt, wer glaubt, die Bundeswehr sei seit der Schließung ihrer Kasernen in Mannheim nicht mehr präsent. Zusätzlich zum Kreiswehrersatzamt gibt es nämlich auf dem so genannten Bildungscampus Mannheim-Neuostheim immer noch drei wichtige Bundeswehreinrichtungen:

  • die Bundesakademie für Wehrverwaltung und Wehrtechnik (BAkWVT)
  • die Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung - Fachbereich Bundeswehrverwaltung (FH Bund - FB BWV)
  • die Bundeswehrverwaltungsschule I (Technik) (BWVS I (T)

Diese Namen klingen langweilig-trocken und bürokratisch verstaubt. Aber trotzdem sind diese Einrichtungen notwendige Räder die den Ressourcen verschlingenden Militärapparat am Laufen halten. Dabei ist die BAkWVT aufgrund ihrer Bildungsmaßnahmen und Vernetzungsaktivitäten bei Entwicklung und Einführung von Waffen(systemen) kein kleines Rädchen sondern eine wichtige Institution.

Manchen mag es mit Freude erfüllen, dass Mannheim mit der BAkWVT die „höchste zentrale Bildungseinrichtung für das Führungs- und Fachpersonal der Wehrverwaltung des Bundes sowie der Streitkräfte in speziellen Bereichen“ beherbergt. Selbstbewusst betont die BAkWVT, dass sie „die Effektivität, Effizienz und Zukunftsfähigkeit der Bundeswehr durch ein qualifiziertes Bildungsprogramm stark mitbestimmt“. Vor dem Hintergrund der „veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen und dem Wandel zu Streitkräften im Einsatz“, unterstreicht sie ihre damit immer wichtiger werdende Bedeutung. Streitkräfte im Einsatz ist die verharmlosende Bezeichnung für die Tatsache, dass immer mehr Bundeswehrsoldatinnen und –soldaten ins Ausland und in Kriegseinsätze geschickt werden. Die Akademie in Neuostheim leistet dazu einen wichtigen Beitrag, indem sie die Soldatinnen und Soldaten durch Lehrgänge fit macht für den Einsatz. Diese stellen ein Viertel der jährlich rund 12.000 Lehrgangsteilnehmer der BAkWVT.

Rüstungsbürokratie, Rüstungsunternehmen und Forschungsinstitutionen vernetzen

Eine unspektakuläre BAkWVT-Aufgabe ist die Laufbahnausbildung der Beamtinnen und Beamten. Interessanter ist hingegen, dass sich die BAkWVT als „Informations- und Dialogforum“ versteht, das dazu dient, „zwischen zivilen Streitkräften, Wehrverwaltung sowie Industrie und Forschungseinrichtungen Kontakte zu knüpfen.“ Diesem Zweck dienen die zahlreichen Fachtagungen und Symposien der Akademie.

Welche Inhalte bei diesem „dialogischen Prozess zwischen Rüstungsbereich, Streitkräften, der Rüstungswirtschaft und der Forschung“ bearbeitet werden, verdeutlicht beispielsweise eine Tagung mit dem Titel „Technologien zur Präzisionssteigerung bei der Punktzielbekämpfung“. Eine weitere Veranstaltung befasste sich mit Flugbahnen von Geschossen unter der Bezeichnung „Ballistik in Forschung und Technologie“. Die aus der Rüstungsindustrie und Forschungsinstituten stammenden Referenten waren sicherlich sehr zufrieden, hatten sie doch vom 26. bis 28. Oktober 2009 eine Menge Teilnehmer in die Akademie gelockt. „Das Interesse so groß, dass eine Parallelsitzung am Vormittag des zweiten Tages durchgeführt werden musste“, schreibt die BAkWVT in ihrem Jahresbericht 2009 voller Stolz.

Im März 2010 befasste sich Akademie dem Thema Technologien für Sensoren. Sensoren sind eine zukunftsträchtige Technik, die nötig ist, um Kamerabilder zur Zielerkennung und Zielverfolgung besser nutzen zu können. Eingebaut etwa in Drohnen sind sie eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass man mit deren Geschossen punktgenau töten kann. Um welche Fragen es bei dem Forschungs- und Technologiesymposium ging, macht dessen Titel deutlich: „Vorstellung militärischer Forderungen und aktueller Forschungsschwerpunkte und Ergebnisse mit Funktionsträgern des Rüstungsbereichs, der Rüstungswirtschaft und der Forschung“.


BAkWVT und Fraunhofer-Institut - vorwärts mit der Rüstungsforschung

Eine wichtige Wissenschaftsinstitution für Rüstungsforschung mit dem die BAkWVT zusammenarbeitet, ist das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) in Karlsruhe und Ettlingen. Was das zivile Fraunhofer-Institut für die Militärs so interessant macht, sind die „überzeugenden Beispiele“ von „Problemlösungen“ mit denen das ISOB Forschung im Interesse seiner Auftraggeber - Verteidigungsministerium und Rüstungsunternehmen - betreibt. Selbstbewusst heißt es im IOSB-Jahresbericht 2009/10: „Überzeugende Beispiele für Systeme aus dem Hause IOSB sind das Bildauswertesystem ABUL für das unbemannte Aufklärungsflugzeug LUNA, das mittlerweile bei der Bundeswehr mehrfach eingesetzt wird“ und „das System RecceMan, das eine effiziente interaktive Objekterkennung in der Luftbildauswertung erlaubt und als geschätztes Werkzeug ebenfalls bei der Bundeswehr eingeführt ist“. RecceMan ist in MRCA Tornado-Kampfflugzeuge eingebaut und wurde z. B. in Afghanistan für Aufklärungsflüge verwendet.

Für das IOSB ist es, sehr interessant seine Forschungsergebnisse in Mannheim zu präsentieren, schließlich trifft man hier auf die entscheidenden Personen aus Rüstungsbürokratie und Industrie und damit auf potenzielle Geld- und Auftraggeber. Womit man sich in Karlsruhe und Ettlingen zweigen zwei Veranstaltungen. Beim so genannten „Kurzlehrgang Aufklärungsverbund“ (19. bis 23. 10. 2009) referierten gleich drei IOSB-Forscher – Barbara Essendofer, Sandro Leuchter und Rainer Schönbein - über diese Themen: „ISVA 4 – Intelligenter Sensorverbund Aufklärung“ (Schönbein), „Die Coalition Shared Database – Interoperabilität im internationalen Verbund“ (Essdendorfer) und „Service Oriented Architecture SOA“ (Leuchter). Leuchter referierte auch im Februar 2009 beim Symposium „Nutzung von Modellbildung und Simulation in der Bundeswehr“ über das Thema „Realsysteme im Testbed des Rüstungsbereichs“.

Aus- und Fortbildung mit und für Rüstungsunternehmen

Bereits vor sechs Jahren (am 30. Juli 2004) unterzeichnete die BAkWVT mit den Firmen EADS Deutschland GmbH (an der Daimler einen Anteil hält), Rheinmetall Detec AG und Thales Defence Deutschland GmbH Kooperationsverträge. Die Verträge mit Pilotcharakter sollen die Zusammenarbeit in der Aus- und Fortbildung angesichts knapper werdender Ressourcen intensivieren. Während „Mentoren aus den Reihen der industriellen Partner entsprechende Lehrgänge an der BAkWVT betreuen“, schult die Akademie ihrerseits Industrievertreter in ihren Lehrgängen. Wichtig ist der Akademie der Personalaustausch, indem den Mitarbeitern z. B. durch Firmenpraktika das Verständnis industriellen Handelns vermittelt wird.

Zivil-militärische Kooperation: BAkWVT und IHK Rhein-Neckar

Bereits 2001 gibt es die Veranstaltungsreihe "Modernes Verwaltungsmanagement - Betriebswirtschaftliches Denken" von BAkWVT und der IHK. In acht Modulen werden den Beschäftigten der Bundeswehrbürokratie ökonomische Denk- und Arbeitsweise vermittelt. Den Lehrgang veranstalten BAkWVT und IHK gemeinsam. Der Unterricht ist gleichgewichtig zwischen IHK-Dozenten und Bundeswehrdozenten aufgeteilt.

Geldregen und Stellenausbau für die BAkWVT

Die wachsende Bedeutung der 1961 gegründete BAkWVT spiegelt sich wider in steigenden Kurs- und Teilnehmerzahlen. 1961 genügten zehn Dozenten, um insgesamt 340 Lehrgangsteilnehmer zu betreuen. Heute (2009) sind für die rund 12.000 Teilnehmer der 458 Lehrgänge und Sonderveranstaltung (Qualifikationskurse, Symposien, Foren, Arbeitstagungen und Workshops) 34 Dozenten der Akademie und mehr als 1.300 Gastdozenten tätig. Dafür stehen der BAkWVT mehr als 100 Mitarbeiter zur Verfügung. Um die wachsende Nachfrage nach ihren Angeboten zu befriedigen, wurden der Akademie unlängst 15 weitere Stellen bewilligt. Neben einem Wohnheim mit 831 Unterkünften betreibt die BAkWVT eine umfangreiche Bibliothek und eine Kantine, die täglich rund 700 Essen kocht.

Neben einem Wohnheim mit 831 Unterkünften betreibt die BAkWVT eine umfangreiche Bibliothek und eine Kantine für rund 700 Essen täglich.

Die derzeitige Diskussion um die Aussetzung der Wehrpflicht und eine Verkleinerung der Bundeswehr erfüllt den momentanen Präsident der BAkWVT, Klaus Niemeyer, keineswegs mit Sorge. Aufgrund von Bundeswehr-Auslandseinsätzen, der Einführung einer neuen SAP-gestützten Datenverarbeitung und mehr betriebswirtschaftlichem Knowhow sieht er Nachfrage nach Kursen

 
Bundeswehr- und Militäraufträge für die Metropolregion PDF Drucken
Donnerstag, den 30. September 2010 um 21:19 Uhr

Unternehmen in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar, die für militärische Zwecke arbeiten

In Mannheim und der Umgebung gibt es Unternehmen, die die Bundeswehr beliefern wie beispielsweise die Graeff GmbH mit Containern und Stahlhallen. Daneben produzieren Betrieb wie Rockwell Collins aber auch Bauteile, die in Waffen eingebaut werden z. B. Cockpitanzeigen für den Eurofighter. Es handelt sich sowohl um kleinere Unternehmen wie Lucebit wie auch um hiesige Tochtergesellschaften von transnationalen Konzernen wie Tyco Electronics etwa. Auch wenn die Produkte eher unspektakulär sind oder das Militärgeschäft nur eine marginale Rolle spielt, so sind die Lieferanten dennoch Teil eines riesigen Militärapparats, der in gigantischem Maße menschliche Schaffenskraft und Kreativität verschlingt. Andererseits sind das gute Ausgangsbedingungen angesichts der Tatsache, dass diese Unternehmen wichtigeres und wertvolleres herstellen könnten. Man denke nur an Güter und Dienste, die für die Gesundheitsversorgung dienen oder in der Katastrophenvorsorge und -hilfe dringend gebraucht würden. Ein LKW kann gleichermaßen für zivile wie militärische Zwecke eingesetzt werden und stellt ein so genanntes Dual-use-Produkt dar. Für derartige Produkte wäre Konversion zumindest kein technisches Problem, weil keine neuen Erzeugnisse ertüftelt werden müssen und keine Fertigungsstraßen umgestellt werden müssen.
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Turley-Barracks an Investor verkauft PDF Drucken
Samstag, den 19. Juni 2010 um 11:44 Uhr

Luxussanierer erhält den Zuschlag

In einer Presseerklärung teilte die Stadt Mannheim am 17. Juni 2010 mit, dass die Bundesagentur für Immobilienaufgaben (BImA, eine Institution des Bundes) das ehemalige Kasernenareal an die Projekt-Kaiser-Wilhelm-Residenzen GmbH in Wilnsdorf (Kreis Siegen-Wittgenstein, NRW) verkauft hat. Geschäftsführer dieser eigens gegründeten Projektentwicklungsgesellschaft ist Willibald Anton Kiermaier, dessen große Erfahrungen im Erwerben und Sanieren von denkmalgeschützten Gebäuden betont wird. W. A. Kiermaier ist zusammen mit Frank Georg Reichwein Geschäftsführer der RK Grundvermögen GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main.

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