Start Bundeswehr Kein Werben fürs Sterben
28 | 05 | 2017
Kein Werben fürs Sterben PDF Drucken
Freitag, den 08. März 2013 um 19:28 Uhr

Mit einem Die-in protestiert der Mannheimer Arbeitskreis gegen Militarisierung bei der Messe Jobs for Future am 22.2.13 in Mannheim gegen den Bundeswehrstand und seine Rekrutierungsaktivitäten. "Plötzlich lagen sie alle da"

Flashmob Mannheimer KriegsgegnerInnen gegen Bundeswehrpropaganda auf der "Jobs for Future" sorgt für Aufsehen

Mit einem beeindruckenden Flashmob begeisterten am Nachmittag des 22. Februar 2013 etwa 30 bis 40 junge AktivistInnen die Besucher der Jobmesse "Jobs for Future" in Mannheim.

Mit einem Die-in protestiert der Mannheimer Arbeitskreis gegen Militarisierung bei der Messe Jobs for Future am 22.2.13 in Mannheim gegen den Bundeswehrstand und seine Rekrutierungsaktivitäten. Vor dem Stand der Bundeswehr und den für eine Ausbildung beim Heer werbenden Offizieren, ließen sich die KriegsgegnerInnen auf ein Zeichen hin plötzlich zu Boden fallen und schufen für einige Minuten lang das erschreckende Bild eines im Krieg geschaffenen Leichenfeldes. Verdrehte Glieder, offene Augen, etwas Ketchup.

"Plötzlich lagen sie alle da!", beschreibt ein Passant, "Das ist schon eindrücklich! Dass die Bundeswehr für den Krieg Werbung macht, vergisst man, wenn die hier so rausgeputzt steht und sich wie jeder andere präsentiert." Genau hier setzt die Kritik der AktivistInnen an: "Die Aktion hat vielleicht auch einige erschrocken", erklärt Denise vom Kritischen Kollektiv / iL Rhein-Neckar später auf der Assamblea, einer für Passanten und AktivistInnen offenen Versammlung auf dem Gelände. "Wir möchten jedoch darauf hinweisen, dass Soldaten hier mit witzigen Sprüchen und Versprechen von Spaß und Action Jugendliche zu rekrutieren versuchen." Lisa von Occupy Mannheim ergänzt: "Angesichts der Grausamkeit  und Tragik von Krieg und Gewalt erscheint diese Spaßkampagne, mit der die Bundeswehr durch die Bundesrepublik reist mehr als makaber."

Unzureichende Aufk30 bis 40 junge KriegsgegnerInnen protestieren mit einem Flashmob und einem Die-in bei der Messe Jobs for Future am 22.2.13 in Mannheim gegen den Bundeswehrstand und seine Rekrutierungsaktivitäten.lärung über die Inhalte der Ausbildungen, Verharmlosung von Krieg und das Verschweigen der Folgen von Auslandseinsätzen werfen die aktiven KriegsgegnerInnen vom Mannheimer Arbeitskreis gegen Militarisierung der Bundeswehr und ihrer Werbekampagne vor. Immer wieder protestieren Friedensinitiativen oder Gruppen mit antimilitaristischem Profil bei öffentlichen Auftritten von Militärangehö-rigen. In den Medien wurden zuletzt die kriegsverherrlichenden Werbevideos, Anzeigen in der Jugendzeitung BRAVO, sowie eine Werbeoffensive in der Springer-Presse diskutiert.

"Mit diesem Flashmob wollten wir die Menschen auf kreative Art und Weise aufrütteln", erklärt Laila von der Grünen Jugend Worms. "Und wir hoffen sehr, dass sich nach dieser Aktion viele Jugendliche denken: "Karriere bei der Bundeswehr? Nur über meine Leiche!" Der Flashmob war die erste Aktion des Arbeitskreises gegen Militarisierung. Seine Mitglieder möchten aber weiterhin gemeinsam aktiv bleiben.

Weitere Berichte von der Aktion
Kommunal-Info Mannheim 5/2013
Mannheimer Morgen
Linke Zeitung
Indymedia

Nächstes Treffen des Arbeitskreises gegen Militarisierung Mo. 25.03.13, 18.30 Uhr, ASV, Beilstr. 12, MA-Jungbusch
https://www.facebook.com/militarisierung