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20 | 11 | 2017
Karfreitag in Heidelberg: Ostermarsch Rhein-Neckar PDF Drucken
Mittwoch, den 24. März 2010 um 22:28 Uhr

Ostermarsch Rhein-Neckar 201050 Jahre gegen Atomwaffen und Krieg - Truppen raus aus Afghanistan!

Treffpunkt 12.30 in Heidelberg am Hauptbahnhof
Abschlußkundgebung 15 Uhr gegenüber dem Haupteingang der Hauptquartiere (Römerstr. / Saarstr.)
Es spricht u.a. Willi v. Ooyen, der Ostermarschveteran, Sprecher des zentrale Ostermarschbüros und langjähriger Aktivist der Friedens- und Sozialforumsbewegung.

1960 fand der erste Ostermarsch in Deutschland statt. Er starte am Karfreitag in Hamburg und ging von da zum Truppenübungsplatz Bergen-Hohne.Der Ostermarsch Rhein-Neckar, zu dem die Mannheimer und Heidelberger Friedensbewegung gemeinsam aufruft, findet genau 50 Jahre danach, ebenfalls am Karfreitag statt, also am 2. April.

Da der Teilabzug von US-amerikanischen Hauptquartieren und Truppen-Einheiten Thema kommunalpolitischer Auseinandersetzung ist, wollen wir dies durch den diesjährigen Ostermarsch ebenfalls thematisieren.

HINWEIS: Treffpunkt für alle, die mit ihrem Fahrrad und der S-Bahn zum Ostermarsch nach HD fahren wollen: MA Hauptbahnhof 11.45 Uhr

Plakat Ostermarsch Rhein-Neckar 2010Um uns eine bessere Vorstellung von den militärischen Einrichtungen in Heidelberg machen zu könnten, um selbst zu sehen, wo sie liegen, wieviel Platz durch einen Abzug frei würde und was man draus machen könnte, machen wir diesmal eine Radrundfahrt: um die Patton Barracks am Kirchheimer Weg, raus zur Patrick Henry Village und einmal rund um die Mark Twain Village und die US-/Nato-Hauptquartiere an der Römerstr.

Atomwaffen abschaffen

Was vor 50 Jahren mit dem ersten Ostermarsch in Deutschland als Widerstand gegen Atomwaffen begann, hat heute nicht nur Tradition, sondern ungebrochene Aktualität. Trotz Atomwaffensperrvertrag halten die traditionellen Atommächte ein gewaltiges Vernichtungspotential einsatzbereit und weitete sich der Kreis der Staaten mit solchen Massenvernichtungswaffen. Mit dem Beharren auf ihr Atomwaffenarsenal und die Teilhabe daran – so auch durch Deutschland – blieb die atomare Bedrohung und verschärfte sich die Gefahr ihrer Weiterverbreitung.

Der Atomwaffensperrvertrag steht in diesem Jahr in der UNO erneut auf dem Prüfstand. Wir verlangen endlich konkrete Schritte zum Abbau aller Atomwaffen, zu allererst den Verzicht auf ihren Ersteinsatz durch USA und NATO und den überfälligen Abzug der Atomwaffen aus Büchel.

Kein zweierlei Maß – Schluss mit Kriegsdrohungen gegen den Iran

Wir sind selbstverständlich für sehr strenge Kontrollen der zivilen Nutzung von Atomanlagen, wenden uns aber entschieden gegen die auf zweierlei Maß basierende Interventionspolitik gegen den Iran. Die als „Diplomatie“ umschriebene Sanktionspolitik, an der sich auch die Bundesregierung aktiv beteiligt, ist letztlich eine Eskalationsstrategie, die angesichts konkreter Angriffspläne seitens der USA und Israels rasch zum Krieg führen kann.
Auslandseinsätze beenden

Für Frieden in Afghanistan und im Nahen Osten

Die Truppen der NATO sind keine Entwicklungshelfer in Uniform. Sie führen Krieg in Afghanistan – auch gegen die Zivilbevölkerung – um mit Gewalt ein prowestliches Regime durchzusetzen. Auch die Bundeswehr tötet dafür am Hindukusch, wie die von Bundewehr- Oberst Klein angeordnete Bombardierung zweier Tanklastzüge im September letzten Jahres uns deutlich vor Augen führte. Die NATO-Truppen werden von der Bevölkerung als Besatzungsmächte wahrgenommen, die Unterstützung für den Widerstand gegen sie wächst.". Ein ziviler Aufbau ist daher erst nach ihrem vollständigem Abzug möglich.

Mit der Mehrheit der Bevölkerung sagen wir Nein zu mehr Truppen, mehr Krieg und mehr Toten. Afghanistan braucht zivilen Aufbau, kein Geld für den Krieg.
Wir fordern zudem das sofortige Ende der US-Besatzung im Irak und den vollständigen Rückzug Israels aus den 1967 besetzten palästinensischen Gebieten. Insbesondere fordern wir Israel auf, die mörderische Blockade des Gaza-Streifen unverzüglich zu beenden und den Ausbau von Siedlung in Ostjerusalem und Westjordanland einzustellen. – Schluss mit der deutschen Unterstützung für die US-amerikanische und israelische Besatzungspolitik!

Partner für den Frieden, statt Militärbasen im Krieg!

Die im Rhein-Neckar-Raum stationierten US- Truppen sind unmittelbar in die aktuellen Kriege involviert. Das Nato-Hauptquartier in Heidelberg übernimmt regelmäßig Kommandoaufgaben in Afghanistan.

Zu den bestehenden Pläne für einen Umzug einiger Einheiten und Hauptquartiere der US-Armee sagen wir: zu wenig und nicht weit genug! Wir protestieren gegen das empörende Werben der Oberbürgermeister von Heidelberg und Mannheim für ihren Verbleib und fordern den vollständigen Abzug aller US- und NATO-Truppen aus unserer Region in ihre Heimatländer.

Eine andere Welt ist machbar

Mit der andauernden Wirtschaftskrise und der zunehmenden Angst um Arbeitsplätze bieten sich Bundeswehr und Rüstungsfirmen verstärkt als Arbeitgeber an. Statt in Bildung, ausreichende Sozialausgaben und sinnvolle Arbeitsplätze werden Unsummen in Militär, Aufrüstung und weltweite Bundeswehreinsätze gesteckt. Wir fordern ein Ende der Aufrüstung zur Angriffsarmee, der Rekrutierung von Berufssoldaten via Arbeitsagenturen und Werbung in den Schulen.

Durch Politik und Medien werden Terrorismushysterie und Islamophobie geschürt. Damit werden der Abbau demokratischer Grundrechte, Aufrüstung und völkerrechtswidrige Angriffskriege zur Durchsetzung geostrategischer Interessen vorangetrieben. Die wahren Probleme der Menschheit sind jedoch andere: Armut, Hunger und drohende Klimakatastrophe erfordern gemeinsame Anstrengungen der Menschheit. Ohne eine konsequente Friedenspolitik ist keines dieser Problem lösbar.

Es rufen auf: Heidelberger Forum gegen Militarismus u. Krieg • Heidelberger Friedensratschlag • DKP HD •VVN/BdA HD Friedensplenum Mannheim • Bunte Linke Heidelberg • DIE LINKE Heidelberg Rhein-Neckar

PDF-Dokument: Ostermarsch-Aufruf