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23 | 11 | 2017
Hiroshima mahnt: Die Atomwaffen abschaffen PDF Drucken
Freitag, den 25. Juli 2014 um 22:22 Uhr

Mahnwache zur Abschaffung von A-Waffen in Mannheim am 6.8.2014Hiroshima mahnt: Die Atomwaffen abschaffen

Mahnwache Mi. 6. Aug. 2014, 17-18 Uhr Paradeplatz Mannheim

Mit einer Mahnwache machten DFG-VK und Friedensplenum Mannheim auf die Gefahren von Atombomben aufmerksam und wiesen auf die Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" hin, die über Atomwaffen informiert und deren Abschaffung anstrebt.

 

Mahnwache zur Abschaffung von A-Waffen in Mannheim am 6.8.2014

Trommler bei der Mahnwache zur Abschaffung von Atomwaffen

Die Hölle auf Erden

Als am 6. August 1945 die von der US-Armee auf Hiroshima abgeworfene Atombombe explodiert, waren einen halben Kilometer vom Explosionszent- rum entfernt 90% der Menschen sofort tot. Die Temperatur am Hypozentrum betrug für etwa eine Sekunde ca. 3.000-4.000 Grad Celsius. (Eisen siedet bei 3.070°C) und alles an dieser Stelle verdampfte. Menschen, die sich im Explosionszentrum aufgehalten hatten, verbrannten vollständig. Eine ungeheure Druckwelle zerstörte die Stadt. Es folgten Feuerstürme mit Windgeschwindigkeiten von über 250 km/h und Bodentemperaturen von über 1.000 Grad Celsius. Glas und Eisen schmolzen, der Asphalt brannte. Mindestens 45.000 Menschen hat der Atombombeneinsatz sofort umgebracht und wenige Monate später waren es bereits 136.000 Getötete. Viele Tausende starben an Strahlenkrebs in den folgenden Jahren.Der hunderttausendfache Mord geht auf das Konto der US-Führung, die damit militärische Stärke zeigen wollte.

A-Waffeneinsatz wird wahrscheinlicher

Es folgte das atomare Wettrüsten in dessen Verlauf immer mehr Staaten zu Atomwaffenproduzenten wurden - trotz Atomwaffensperrvertrag. Auch wenn USA und Russland einen Teil ihrer A-Bomben ver- schrottet haben, ist die Gefahr eines Atombomben- einsatz größer, weil die Zahl der A-Waffenstaaten gewachsen ist, weil so genannte Mini-Bomben die Einsatzschwelle senken, weil Terroristen in ihren Besitz gelangen können und weil mit der Kernenergie auch die technische Grundlage zum A- Bombenbau verbreitet wird.

Im Atomsperrvertrag verpflichteten sich die Atom- staaten, ihre A-Waffen abzurüsten. Die USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und China müssen deshalb endlich ihre Atomrüstung reduzieren. Das gilt ebenfalls für Staaten, die nicht (mehr) Mitglied des Atomsperrvertrages sind wie Pakistan, Indien, Israel, und Nordkorea. Ernsthafte nukleare Abrüstung schafft die Vertrauensbasis auf der andere Staaten (z. B. der Iran) ebenfalls auf Atombomben verzichten.

Atomwaffen aus Deutschland abziehen

In Büchel sind immer noch US-Atombomben gelagert, deren Zieleinsatz von Bundeswehrpiloten trainiert wird. Die Bundesregierung muss auf den raschen Abzug dieser Atomwaffen aus Deutschland drängen und die „atomare Teilhabe“ der Bundeswehr beenden. Wir fordern ein klares Nein zum Ersteinsatz von Atomwaffen und zu den Atomkriegsplanungen der NATO und der USA sowie aller anderen Staaten.

A-Waffen
• bewirken Unsicherheit,
• sind völkerrechtswidrig,
• kosten Geld, das woanders fehlt,
• schüren Angst und Misstrauen,
• binden wissenschaftlich-technisches Potenzial

Veranstaltungsflyer