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20 | 08 | 2017
Ukraine: Die Waffen nieder oder Fortsetzung des Kalten Krieges? PDF Drucken
Samstag, den 14. Juni 2014 um 07:18 Uhr

Ukraine Informationsveranstaltung mit A. Zumach

Ukraine: Die Waffen nieder oder Fortsetzung des Kalten Krieges?

Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Andreas Zumach

Do. 10. Juli 2014, 19.30 Uhr

Gewerkschaftshaus, Hans-Böckler-Str. 1, Otto-Brenner-Saal

Seit Monaten eskaliert die Situation in der Ukraine. Andreas Zumach stellt in seinen Vorträgen den aktuellen Konflikt in einen historischen Kontext und

Ukraine Informationsveranstaltung mit A. Zumachzeigt mögliche Wege in und für das Land auf, das an der Nahtstelle von Ost und West liegt. Gelingt eine Deeskalation, erleben wir eine Fortführung des vor fast 25 Jahren beendeten Kalten Krieges oder ist dieser eigentlich nie beendet worden?

Er  sagt:  „Wir  müssen  auch  die  westliche  Politik gegenüber Russland in den letzten 25 Jahren seit dem  Fall  der  Berliner  Mauer  kritisieren.  Sie  war falsch!  Sie  hätte  Russland  einbeziehen  müssen. Unter  einem  gemeinsamen  Haus  Europa  wurde die NATO ausgedehnt bis kurz vor die russischen Grenzen. Genauso müssen wir die EU-Politik der letzten 25 Jahre kritisieren, bei der versucht wurde, die Ukraine  vor  die  Alternative  zu  stellen,  entweder  bei uns mitzumachen oder bei der eurasischen Union mit  Russland.  Anstatt  zu  sagen,  die  Ukraine  ist eine Brücke zwischen EU und Russland und sollte gute Beziehungen zu beiden Seiten haben, inklusive offener Grenzen, auch mit Visafreiheit für ukrainische BürgerInnen für Russland oder in die EU… Das ist ein ganz wichtiger Punkt.“

Zumach, Jahrgang 1954, arbeitet auf den Gebieten des  Völkerrechts,  der Menschenrechtspolitik, der Sicherheitspolitik,  der  Rüstungskontrolle  und  internationaler  Organisationen.  Er schreibt  als  Korrespondent  für „die  tageszeitung“,  Frankfurter Rundschau, Rundfunk und ist oft in  TV-Diskussionen  in  Deutschland,  Schweiz,  Österreich,  den USA  und  anderen  Ländern  vertreten.

Nach  zweijährigem  Zivildienst  in den  USA  studierte  er  von  1975 bis  1979,  Volkswirtschaft  und  Journalismus  in Köln; 1979 bis 1981 Redakteur bei der 1978 parallel zur taz gegründeten Westberliner Zeitung "Die Neue";  1981  bis  1987  Referent  bei  der  Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste,  verantwortlich für die  Organisation  der  Bonner  Friedensdemonstrationen  1981  ff.;  Sprecher  des  Bonner  Koordinationsausschusses  der  bundesweiten  Friedensbewegung. Bücher: Die kommenden Kriege (2005), Irak-Chronik  eines  gewollten  Krieges  (2003);  Vereinte Nationen (1995).

Er  ist  in  den  letzten  Monaten  ein  oft  gefragter Ansprechpartner zur Ukraine. Zumach ist auch seit vielen  Jahren  Mitglied  der  Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte  KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK). Einen Namen machte er sich 2003 mit seiner  Kritik  am  dritten  Golfkrieg.  Im  Jahr  2009 erhielt er den Göttinger Friedenspreis.

Veranstaltungsflyer als PDF