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28 | 05 | 2017
20 Millionen mehr vom Militär PDF Drucken
Donnerstag, den 20. Juni 2013 um 08:39 Uhr

Das Friedensmobil sammelt Unterschriften für die Kampagne www.20millionen-mehr-vom-militaer.de„20 Millionen mehr vom Militär!“

Kampagne für den Ausbau des Zivilen Friedensdienstes - "Friedensmobil" kommt zum Unterschriftensammeln nach Mannheim

Mi. 3. Juli 2013 Paradeplatz Mannheim 10-14 Uhr

Friedensfachkräfte statt Bundeswehreinsätze
Friedensfachkräfte statt Bundeswehreinsätze: Das ist die Mission von Rentner Jochen Petzschmann (72), die ihn vom 24. Juni bis zum Antikriegstag oder Weltfriedenstag am 1. September Tausende von Kilometern durch die ganze Bundesrepublik führt. Mit seinem zum Friedensmobil umgerüsteten Wohnwagen macht er dabei von Überlingen bis Berlin in über 20 Städten Station. Sein Ziel: Die Menschen zu überzeugen, dass die deutsche Politik endlich mehr Geld in Gewaltprävention investieren sollte. Am 3.Juli kommt Jochen Petzschmann mit seinem Friedensmobil nach Mannheim. Unterstützt durch Friedensplenum und DFG-VK Mannheim wird er auf dem Paradeplatz von seiner  Deutschlandtour berichten, für eine Mission werben und Unterschriften sammeln.

Druck auf die Politik, mehr Geld in Gewaltprävention zu investieren
Mit der Roadshow unterstützt der Rentner die Kampagne „20 Millionen Euro mehr“ des Forums Ziviler Friedensdienst (forumZFD). Zur Bundestagswahl 2013 fordert das forumZFD die neue Bundesregierung und den Deutschen Bundestag auf, drei Jahre lang je 20 Millionen Euro mehr für Zivilen Friedensdienst bereitzustellen. Petzschmanns Tour endet am 1. September, dem Antikriegstag, in Berlin. Hier wird Jochen Petzschmann zusammen mit Aktivisten des forumZFD alle während der Kampagne gesammelten Unterschriften öffentlichkeitswirksam an die Wahlkampfzentralen der im Bundestag vertretenen Parteien übergeben.

Ziviler Friedensdienst entschärft Konflikte
Zivile Friedensfachkräfte können Konflikte entschärfen, bevor sie zu Gewalt und Krieg führen. Denn militärische Einsätze kommen meist zu spät und sind enorm teuer, weitaus teurer, als eine frühzeitige gewaltfreie Bearbeitung von Krisen und Konflikten. Außerdem: Kein Militäreinsatz kann dauerhaften Frieden schaffen. Das gelingt nur durch langfristige Friedensarbeit. Erst kürzlich hat eine unabhängige Studie im Auftrag der Bundesregierung die positiven Wirkungen des Zivilen Friedensdienstes bestätigt. Fazit der Studie: Der Zivile Friedensdienst muss ausgebaut werden.

Deutsche Militärausgaben steigen weiter
Doch stattdessen investiert die Bundesregierung weiter in Militärinterventionen. Mit knapp über 33 Milliarden Euro ist der Verteidigungsetat der zweitgrößte Ausgabeposten im Bundeshaushalt. Seit 1999 sind die deutschen Militärausgaben um etwa 40 Prozent gestiegen. Und das, obwohl die meisten Deutschen die Kriegseinsätze der Bundeswehr ablehnen.

20 Millionen Euro bedeutet 200 Friedensfachkräften oder 250 Eurofighter-Flugstunden
Zur Bundestagswahl 2013 fordert das forumZFD die neue Bundesregierung und den Deutschen Bundestag auf, drei Jahre lang je 20 Millionen Euro mehr für den Zivilen Friedensdienst bereitzustellen und sich darauf im Koalitionsvertrag zu verpflichten. Mit 20 Millionen Euro können weitere 200 Friedensfachkräfte dabei helfen, Krieg und Gewalt frühzeitig zu stoppen und Frieden zu fördern.

20 Millionen Euro –das sind 250 Flugstunden eines Eurofighters oder sieben Tage Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. 20 Millionen Euro entsprechen gerade mal 0,06 Prozent des deutschen Verteidigungsetats.

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