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23 | 04 | 2017
Friedensplenum beim Neujahrsempfang PDF Drucken
Mittwoch, den 26. Dezember 2012 um 23:53 Uhr

Stand des Friedensplenums Mannheim beim Neujahrsempfang der Stadt Mannheim am 6.1.2013 im Rosengarten170 Unterschriften für ein Rüstungsexportverbot gesammelt

Beim Neujahrsempfang stößt das Friedensplenum auf große Zustimmung

„Wir sammeln hier Unterschriften für ein Rüstungsexportverbot. Wollen Sie nicht auch unterschreiben“?, war eine oft gestellte Frage am Stand des Friedensplenums beim Neujahrsempfang der Stadt Mannheim im Rosengarten. Im Gegensatz zum Unterschriftensammeln am Paradeplatz war der Auftritt im gut besuchten Rosengarten wohltuend und wirkte sehr ermutigend.

Stand des Friedensplenums Mannheim beim Neujahrsempfang der Stadt Mannheim am 6.1.2013 im Rosengarten; Foto: H. Sauer-GüthAnders als die wichtigen Geschäften nachgehenden oder zustrebenden Passanten in der Fußgängerzone waren die Menschen beim Neujahrsempfang im Rosengarten deutlich aufgeschlossener und gesprächsbereiter. Manche schauten bei der Frage nach ihrer Unterschrift zuerst ein wenig verständnislos, sei es, dass sie akustisch nicht genau verstanden hatten, oder sei es, dass sie noch überlegten. Doch wenn sie die Begründung hörten, „wir wollen verhindern, dass Waffen in Ländern geliefert werden, die Menschenrechte missachten wie z. B. Saudi-Arabien“, begriffen viele Angesprochene schnell. Besonders motivierend waren jene gar nicht seltenen, die sagten: „Ja, natürlich, wo kann ich unterschreiben?". Dass sich jemand ausdrücklich für Rüstungsexporte ausgesprochen hat, kam selten vor. Im Gegensatz dazu gab es viele, die sich klar gegen den Waffenhandel aussprachen, allerdings auch ihre Zweifel äußerten, ob ihre Unterschrift denn etwas bewirken könne.

„Wenn wir nicht liefern, dann tun es eben die anderen.“

Vielfach war auch zu hören: „Wenn wir nicht liefern, dann tun es eben die anderen.“ Manche, die sich so äußerten, ließen sich durch den Hinweis überzeugen, dass es auch in anderen Ausrolltransparente dienen als Blickfang für den Stand des Friedensplenums Mannheim beim Neujahrsempfang (6.1.2013 im Rosengarten); Foto: H. Sauer-GüthLändern Menschen gibt, die sich gegen den Waffenhandel engagieren. Ein gutes Beispiel ist die Campaign Against Armst Trade in Großbritannien, die 2012 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Zögerlichen ließen sich zuweilen umstimmen, wenn Erfolge erwähnt wurden, wie das Antipersonenminenabkommen, der Fall der Mauer oder der Atomausstieg. Natürlich war auch häufig das Arbeitsplatzargument zu hören, dem entgegen gehalten wurde, dass die Zahl der Rüstungsarbeitsplätze mit 80.000 geringer ist als das von der Rüstungslobby behauptet wird. Zumindest machte es manche nachdenklich, wenn sie das Argument hörten, dass es wichtiger ist, statt Waffen solche Produkte herzustellen, die das Leben im Altern erleichtern oder die eine effizientere Energienutzung ermöglichen und uns von Rohstoffimporten unabhängiger machen.

Bereitschaft zum Unterschreiben nutzen

Das Friedensplenum sammelt Unterschriften für ein Rüstungsexportverbot¸ 6.1.2013 im Rosengarten; Foto: H. Sauer-GüthAls Fazit sei hervorgehoben, dass die auch durch die „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ ausgelöste öffentliche Diskussion über Rüstungsexporte durchaus von vielen (aufgeschlossenen) Menschen wahrgenommen wird. Die Gunst der Stunde sollten gerade jetzt im Wahlkampf genutzt werden, um die Leute beherzt um ihre Unterschrift (und ihr Engagement) für ein Rüstungsexportverbot zu bitten. Wer zögert und zaudert, machte es sich unnötig schwer.

Man kann für ein Rüstungsexportverbot auch im Internet unterschreiben und zwar auf der Seite „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ www.aufschrei-waffenhandel.de