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19 | 09 | 2017
300 Menschen beim Ostermarsch 2011 in Mannheim PDF Drucken
Montag, den 16. Mai 2011 um 19:49 Uhr

Großpuppe

Atomwaffen verschrotten und Atomkraftwerke abschalten!
Für zivile Konfliktlösungen - gegen militärische Interventionen!

Über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ostermarsch machten am 23. April 2011 am Paradeplatz demonstrativ deutlich, dass sie ein Ende sowohl der militärischen als auch der so genannten friedlichen Nutzung der Atomenergie wollen. Atombomben haben in Hiroshima und Nagasaki Hundertausend das Leben gekosten und die Gefahr wächst mit jedem weiteren Atomwaffenstaat, dass erneut Atombomben eingesetzt werden. Insbesondere der GAU von Tschernobyl und die Katastrophe von Fukushima und zahlreiche weitere Störfälle in Atomkraftwerken zeigen, welche tödlichen Folgen und Belastungen von der Atomenergienutzung ausgehen. Darauf wird im Aufruf zum Ostermarsch deutlich gesagt und die atomare Abrüstung sowie den Ausbau erneuerbarer Energie gefordert. Den Aufruf haben neben politischen Parteien und Organisationen auch die DLRG-Jugend und das Jugendrotkreuz unterzeichnet und darin, gefordert Waffenexporte zu stoppen und Konflikt nicht militärrisch sondern zivil zu lösen.

Die Reden

Die Pfarrer Peter Annweiler, (evangelische Kirche) und Lukas Glocker, (katholische Kirche) sowie Talat Kamran vom Mannheimer Institut für Integration und interreligiösen Dialog betonten die religiösen Gründe für ihre Beteiligung am Ostermarsch. Als Vertreter des Friedensplenums Mannheim ging Thomas Trüper auf die politisch-wirtschaftlich und ideologischen Hintergründe von Rüstung und Kriegsvorbereitung ein.

Trüper betonte, dass die militärische und die zivile Nutzung der Atomenergie menschenfeindlichen seien und beendet werden müssten. Die Gefahr eines Atombombeneinsatzes - ob terroristisch oder staatsterrroristisch verbrämt - sei mit der zunehmenden Zahl von Atomwaffenländern gestiegen.

Trüper erinnerte daran, dass es nach wie vor gigantische Industrie- und Bankmonopole gebe, die bei der Analyse von Konflikten und Kriegen nicht vergessen werden dürften insbesondere im Zusammenhang mit Rohstoffen. Die Akzeptanz für militärischer Einsätze werde bei der Bevölkerung durch bewusste Lügen erschlichen, insbesonder mithilfe der Lüge vom angeblich humanitären Krieg. Wo z. B. die Befreiung der Frauen in Afghanistan und der Aufbau des Landes behauptet werde, ginge es in Wahrheit um geostrategische Vorteil.

Eine Diskussion über eine gerechte Weltwirtschaft und gerechten Welthandel hält Trüper für dringen erforderlich. Für den Mittleren und Nahen Osten forderte er die Schaffung atomwaffenfreier Zonen und bemängelte, dass Pakistan, Indien und Israel den Atomowaffensperrvertrag nicht unterzeichnet haben.

Demonstration und Menschenkette

Bei der Demonstration zum Wasserturm und zurück wurden den Passanten in der belebten Innenstadt die Ziele des Ostermarschs deutlich gemacht. Mit ihren Texten und Songs bereicherte die Musikgruppe Lichtpunkt die Veranstaltung sowohl beim Auftakt wie auch bei der abschließenden Menschenkette um den Paradeplatz.

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Ostermarsch 2011 Mannheim Menschenkette beim Ostermarsch 2011 in Mannheim

Ostermarsch 2011 Mannheim

Redner beim Ostermarsch 2011 in Mannheim Die Redner (von links): P. Annweiler, T. Kamran, L. Glocker, T. Trüper