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20 | 08 | 2017
Hiroshima mahnt: Atomwaffen abschaffen PDF Drucken
Dienstag, den 14. Juli 2015 um 21:18 Uhr

Betrachter der Fotos von Atombomenopfern bei der Hiroshima-Mahnwache am 6.8.2015 in Mannheim

Hiroshima mahnt: Atomwaffen abschaffen

Mahnwache für atomare Abrüstung

Die Fotoplakate über die verheerenden Zerstörungen durch den Atombombeneinsatz auf die japanische Stadt Hiroshima am 6. August 1945 stießen bei vielen PassantInnen auf Interesse und machten sie nachdenklich.

An die Interessierten wurden Faltblätter der Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" verteilt. Etliche kamen an den Infostand unter dem Schatten spendenden Zelt um weiteres Material zu holen, z. B. Protestpostkarten. Manche fragten, ob man auch etwas unterschreiben könne. Sie wurden auf die Postkarte an Außenminister Steinmeier hingewiesen und ebenfalls auf die Unterschriftensammlung für die Freigabe und den Abzug der Panzer aus der Coleman-Kaserne.

Hiroshima-Mahnwache für die Abschaffung von A-Waffen am 6.8.2015 in MannheimDie Mahnwache machte deutlich, dass statt der Modernisierung dieser Massenvernichtungswaffen deren Verbot und Vernichtung dringend geboten ist und Politiker*innen auf allen Ebenen sich dafür einsetzen müssen. Dafür ernteten wir von den extra zur Mahnwache viel Zustimmung wie auch von den zufällig Vorbeigekommenen.

Vor der Mahnwache wurde folgende Presseerklärung veröffentlicht.

70. Jahrestag der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki
Statt atomarem Nachrüsten ein Zeichen der Abrüstung setzen

Die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegnerinnen (DFG-VK) Gruppe Mannheim-Ludwigshafen und das Friedensplenum Mannheim äußern sich aus Anlass der Gedenktage der Atombombeneinsätze gegen die Menschen in den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki nachdrücklich gegen Krieg und Rüstung.

Wie in viBetrachter der Fotos von Atombomenopfern bei der Hiroshima-Mahnwache am 6.8.2015 in Mannheimelen Orten und Städten Deutschlands veranstalten wir am 6. August 2015 um 17 Uhr auf dem Paradeplatz Mannheim, eine Mahnwache um der Hunderttausenden Menschen zu gedenken, die durch den Einsatz einer Uran-Bombe in Hiroshima und einer Plutonium-Bombe in Nagasaki umgebracht wurden.

Wir wollen uns aber nicht mit einem Gedenken zufrieden geben. Vielmehr wollen wir deutlich machen, dass wir die Pläne zur qualitativen Nachrüstung der Atomwaffen und ihrer Trägersysteme entschieden ablehnen. Mit Sorge um den Frieden weisen wir auf folgende Gefahren hin.

Hiroshima-Mahnwache für die Abschaffung von A-Waffen am 6.8.2015 in MannheimIm gegenwärtig eskalierenden West-Ost-Konflikt agieren die Mächte wieder verstärkt mit ihren Atomwaffen. Und von Deeskalation keine Spur: So führt die NATO Manöver mit Atomwaffen(-attrappen) bzw. atomwaffenfähigen Flugzeugen in Polen durch. Der Ausbau des US-Raketenschildes gegen eine russische nukleare Zweitschlagkapazität wird weiter vorangetrieben. Zugleich bringen Moskauer Diplomaten das russische Atomwaffenpotenzial zur Sprache und Präsident Putin setzt Truppenteile, wie die Nordmeerflotte, in volle Einsatzbereitschaft und erweitert gegen den Raketenschild den Bestand an strategischen Trägersystemen.

Warun man sich in einer Friedensorganisation organisieren sollteImmer noch sind ca. 1.800 Atomwaffen in höchster Alarmbereitschaft. Sie könnten binnen weniger Minuten zum Einsatz kommen und eine globale Katastrophe auslösen. Wir wissen heute, dass die Welt seit dem Ersteinsatz von Atomwaffen vor 70 Jahren mehrmals nur knapp einem nuklearen Inferno entkommen ist. Die Friedensbewegung warnt vor einer Entwicklung, die die Welt erneut unter das Damoklesschwert absichtlicher oder versehentlicher atomarer Zerstörung bringt.
Statt einer weiteren Rüstung und Modernisierung der Atomwaffen wollen wir, dass über deren Verschrottung internationale Verhandlungen geführt werden. Wir fordern die deutsche Bundesregierung auf, sich für folgende Forderungen einzusetzen.

•    Einen aktiven Beitrag zum „Miteinander reden“ der Konfliktparteien in Osteuropa (Ukraine, Russland, Baltikum u.a.) leisten, um damit die steigende Gefahr des Einsatzes von Atomwaffen herabzusetzen.

•    Den Abzug aller US-Atomwaffen aus Deutschland (am Standort Büchel) durchzusetzen und auf die „nukleare Teilhabe“ Deutschlands innerhalb der Nato zu verzichten.

•    Die Unterzeichnung des von der österreichischen Regierung entwickelten Plans für einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag, um Atomwaffen zu verbieten („Humanitarian Pledge“), der bisher schon von 108 Regierungen unterstützt wird.

Die Welt von der Geisel der Atomwaffen zu befreien, sind wir den nachfolgenden Generationen schuldig. Deshalb fordern wir auch die Bundestagsabgeordneten aus Mannheim – Prof. Egon Jüttner, Stefan Rebmann, Dr. Gerhard Schick und Michael Schlecht auf, sich für unsere Forderungen einzusetzen.

Wir bitten um die Beachtung und Verbreitung der auf der folgenden Internetseite veröffentlichte Informationen:  www.hiroshima-nagasaki.info