Start Atomwaffen abschaffen Pacemakers Radmarathon für atomare Abrüstung
20 | 08 | 2017
Pacemakers Radmarathon für atomare Abrüstung PDF Drucken
Samstag, den 14. Juni 2014 um 07:22 Uhr

Pacemakers Radmarathon 2014Pacemakers Radmarathon für atomare Abrüstung 2014 Verkehrsminister W. Hermann10. Pacemakers Radmarathon für atomare Abrüstung

Die Radlerinnen und Radler des zehnten Pacemakers Radmarathons wurden am 2. August 2014 in Mannheim von Bürgermeisterin Felicitas Kubala und vom baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann sowie einem Vertreter von DFG-VK und Friedensplenum Mannheim begrüßt.

Pacemakers Radmarathon für atomare Abrüstung 2014 Verkehrsminister W. HermannBürgermeisterin Kubala begrüßt die AbrüstungsradlerRadlerInnen fahren für atomare Abrüstung

Ungewöhnliche Demonstration für atomare Abrüstung

Mit dem Rennrad in sportlichem Tempo durch die Orte fahren ist nicht gerade ungewöhnlich. Wenn man das aber in einem Trikot macht, welches Abrüstungsforderungen zieren und auch noch ein Begleitfahrzeug mitfährt, welches die Abrüstungsforderungen optisch und akustisch bekräftigt, dann ist das etwas besonderes: der Pacemakers Radmarathon für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen.

Dieses Jahr fand der Radmarathon bereits zum zehnten Mal statt und machte auch wieder in Mannheim Station. Das hat schon gute Tradition, denn Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und Friedensplenum Mannheim setzen sich dafür ein, dass die Radler_innen auch in der Quadratestadt für Abrüstung werben können. Ohne Unterstützung von OB Peter Kurz wäre das erheblich schwerer zu stemmen, der Schirmherr ist und die Pacemakers auch unterstützt, indem er für Verpflegung und Erfrischung der Radlerinnen und Radler am Rathaus sorgt.

Baden-Württembergs Verkehrsminister warnt vor High-tech-Waffen

Der baden-württtebergische Verkehrsminister Winfried Hermann überbracht Grüße der Landesregierung und beglückwünschte die Sportler_innen für ihr wichtiges Engagement. Er monierte, dass es 69 Jahre nach dem Abwurf von Atomwaffen auf Hiroshima und Nagasaki immer noch Atomwaffen gibt und diese noch weiter perfektioniert werden. Angesichts der Konflikte in der Welt zeige sich, dass es immer falsch sei, Gewalt mit Gewalt zu beantworten.

Bürgermeisterin Felicitas Kubala begrüßte die Radlerinnen und Radler im Namen der Stadt Mannheim als "Schrittmacher für eine atomwaffenfreie Welt".

Atomwaffen spielen auch in aktuellen Konflikten eine Rolle

Für DFG-VK und Friedensplenum Mannheim hob Otto Reger hervor, dass die Radler_innen auf innovative Weise sportliche Betätigung und politische Willensbekundung verbinden. Er wies darauf hin, dass die Atomwaffenstaaten ihre Waffenarsenale kostspielig modernisierten anstatt sie zu reduzieren. Reger sagte auch, dass Atomwaffen ein wesentlicher Teil der Militärstrategie der Nato seien. Das sei umso problematischer als die Nato für den Ukraine-Konflikt mitverantwortlich sei, indem die Nato immer stärker an Russland herangerückt habe und deren Bedrohungsgefühl und Sicherheitsinteresse ignoriert habe.

Reger ging auf den neuen Gaza-Krieg ein und kritisierte, dass die Hamas die israelischen Bevölkerung in Angst und Schrecken versetze und Menschen töte. Das tue auch die israelische Regierung, die vorgebe, die Hamas zerschlagen zu wollen, tatsächliche erbarmungslos die palästinensische Bevölkerung umbringe, was von Rotem Kreuz und UNO-Vertretern als völlig unverhältnismäßig verurteilt worden sei.

Reger wies auch darauf hin, dass auch Israel Atomwaffen besäße, was den Nahostkonflikt verschärfe. Er sagte, dass die Bundesregierung für den Nahostkonflikt mitverantwortliche sei, indem sie U-Boote nach Israel liefere, die außerdem mit Atomwaffen ausgestattet werden könnten. Reger forderte, Rüstungsexporte nicht nur nach Russland zu verbieten, sondern auch nach Nahost und in andere Kriegs- und Krisenregionen. Außerdem sprach er sich dafür aus, Druck auf die Politiker auszuüben, damit sie sich sowohl in Europa als auch in Nahost für Atomwaffenfreie Zonen einsetzen. Des Weiteren sprach er sich für einen sofortigen Abzug aller A-Waffen aus Deutschland und Beendigung der sogenannten nuklearen Teilhabe der Bundeswehr aus. Abschließend dankte Reger OB Kurz für dessen langjährige Unterstützung des Pacemakers Radmarathons.

Erfreuliches Medieninteresse

Über den Radmarathon gabe es u. a. folgende Berichte.

Stopp der "Schrittmacher für den Frieden", Sonntag aktuell (und MM-online), 03.08.2014

SWR-Landesschau, 02.08.2014

Fotostrecke, Mannheimer Morgen

 

10. Pacemakers Radmarathon für atomare Abrüstung

Der Pacemakers-Radmarathon der besonderen Art feiert Jubiläum. Wer hätte bei der Erstauflage 2005 gedacht, dass sich die Pacemakers zu einer Marke entwickeln würden - nicht mehr wegzudenken aus dem Kalender sowohl der Radsportszene als auch der Friedensbewegung.

Vor dreißig Jahren gingen Hunderttausende Menschen in Deutschland auf die Straße, um gegen die Nachrüstung von Atomwaffen zu demonstrieren. Die 108 km lange Menschenkette zwischen Stuttgart und Neu-Ulm gehört zu einer der eindrücklichsten Aktionen der Friedensbewegung. Leider scheint das Ziel einer atomwaffenfreien Welt noch in weiter Ferne. Doch weltweit verstärkt sich der Druck der Zivilgeselleschaft für ein Verbot und die Vernichtung aller Atomwaffen. Auch Dank über 6.000 Mayors for Peace, darunter über 400 allein in Deutschland. Der Pacemakers-Radmarathon schafft die wunderbare Brücke zwischen Friedensbewegung, Radsport und Städten für dieses Ziel und unterstützt damit die Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“.

Der Radmarathon dient auch der Unterstützung des folgenden Aufrufs zur Atomwaffenabrüstung, der am 2. Aug. 2014 in taz und Süddeutscher Zeitung erscheinen ist. Er dient auch dazu das Aktionscamp am Atomwaffenlager in Büchel vom 2.-11. August bekannt zu machen. Am Mi. 6. Aug. findet in Mannheim von 17-18 Uhr eine Hiroshima-Mahnwache für die Abschaffung von A-Waffen statt.


AUFRUF

69 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki kann es nur eine Entscheidung geben:

Für ein Verbot und die Vernichtung aller ATOMWAFFEN - weltweit

Weit über 100 Staaten bekennen sich dazu: Es gibt nur eine Antwort auf die Gefahr einer Atombombenexplosion - egal aus welchen Gründen - und die daraus resultierenden katastrophalen humanitären Folgen: Ihre vollständige Abschaffung.

Wir erwarten von der Bundesregierung ein ebenso klares Bekenntnis: den Stopp der Modernisierung der auch in Deutschland gelagerten Atomwaffen, deren Abzug und Verschrottung sowie die sofortige Ächtung dieser Massenvernichtungswaffen!

Wir unterstützen dazu alle Aktionen im Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe in vielen Städten in Deutschland und weltweit - insbesondere den 10. Pacemakers-Radmarathon am 2. August für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen von Bretten über Heidelberg, Mannheim, Kaiserslautern, Ramstein, Neustadt/Weinstraße nach Bretten und das Aktionscamp am Atomwaffenlager in Büchel vom 2.-11. August

Eine gemeinsame Initiative der Kampagne "atomwaffenfrei. jetzt", des Pacemakers-Radmarathon und der DFG-VK. www.atomwaffenfrei.de, www.pace-makers.de, www.dfg-vk.de