Start Aktionen
28 | 05 | 2017
Aktionen
Friedensbewegung 2011: anstehende Aktionen und Gedenktage PDF Drucken
Sonntag, den 09. Januar 2011 um 10:23 Uhr

Neben den traditionellen Anlässen für Aktionen für Frieden und Abrüstung wie Ostermarsch, Maifeiertag, Hiroshimatag, Antikriegstag (1. September) und entmilitarisierter Volkstrauertag sind weitere Aktivitäten geplant. An welchen Aktionen sich das Friedensplenum beteiligt, wird demnächst besprochen werden. Wir weisen auf einige (überregionale) Aktivitäten und Planungen aber jetzt schon hin. Wichtige Impulsgeber sind die Kooperation für den Frieden mit der von ihr veranstalteten 8. Strategiekonferenz zum Thema Kriegsgefahren im Nahen und Mittleren Osten sowie der Friedenspolitische Ratschlag, bei dessen Treffen im Dezember rund 300 TeilnehmerInnen ein Friedenspolitisches Aktionsprogramm 2011 beschlossen haben (s. u). Rüstungsexporte und Waffenhandel zu erschweren und schließlich völlig zu verbieten, ist das Ziel der Kampagne Aktion Aufschrei, deren erste Phase 2011 beginnt. Der siebte Pacemakers Radmarathon für atomare Abrüstung wird am Sa. 6. August 2011 stattfinden.

Ein Schwerpunkt werden in diesem Frühjahr die Ostermarschaktionen zwischen 22. und 25. April sein. Da sich am 26. April der GAU im AKW Tschernobyl zum 25. Mal jährt, sind gemeinsame Aktionen von Antiatomkraft- und Friedensbewgung in der Überlegung. Wo Uran angereichert wird, ist auch die technische Möglichkeit vorhanden, Atombomben zu bauen. So friedlich wie oft behauptet wird, ist die zivile Nutzung der Atomenergie nicht.

Das Friedensplenum Mannheim trifft sich seit 2011 im neuen Friedensbüro in der Speyerer Straße 14 unweit des Neckarauer Übergangs. Unsere Sitzung finden alle vier Wochen statt, Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen. Die Termine werden rechts in der Kalenderspalte veröffentlicht. Ein Jahreskalender mit allen Terminen für 2011 kann als PDF heruntergeladen werden. zum Jahreskalender


Friedenspolitisches Aktionsprogramm 2011 des Friedenspolitischen Ratschlags

Bei der Konferenz wurde zahlreiche Themen behandelt wie z. B. die Frage einer wachsenden Kriegsgefahr im nahen und mittleren Osten. Über die Aufrüstung der EU und der weiteren Perfektionierung der Bundeswehr zu einer Interventionsarmee wurde ebenfalls diskutiert. Angesichts der anhaltenden Aufrüstung und Militarisierung beschlossen die rund 300 TeilnehmerInnen ein Aktionsprogrammm, das folgende Schwerpunkte beinhaltet.

  1. Afghanistan-Krieg beenden
  2. Atomwaffen abschaffen
  3. NATO in Frage stellen
  4. „Nein zur europäischen Militärunion“
  5. Keine Interventionsarmee Bundeswehr
  6. Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr
  7. Schluss mit den Rüstungsexporten
  8. Rüstungsindustrie verstaatlichen und konvertieren
  9. Gegen die Militarisierung von Schule, Hochschule und Gesellschaft
  10. Völkerrecht einhalten und UNO demokratisieren

Der Friedenspolitische Ratschlag findet seit 1994 statt; veranstaltet wird er von der Arbeitsgruppe Friedensforschung an der Universität Gesamthochschule Kassel mit Unterstützung durch den Bundesausschuss Friedensratschlag sowie dem örtlichen Kasseler Friedensforum. Die Internetseite der AG Friedensforschung bietet eine Vielzahl an Informationen zu unterschiedlichsten Aspekt von Krieg, Frieden und Abrüstung.


Ausgewählte Termine für die Friedensbewegung 2011

Ende Januar: Aktionen gegen die Verlängerung des Mandats für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan

4./5. Februar : Aktionen gegen die NATO--Sicherheitskonferenz in München

19./20. Februar : Afghanistan-Konferenz der Friedensbewegung und VENRO in Hannover

1. April: Kongress Mannheim gegen Rechts

15. bis 25. April : Ostermärsche 26. April: 25. Jahrestag Tschernobyl

1. Mai: Kundgebungen des DGB

7. Mai: Max-Joseph-Straßen-Fest gegen Ausländerfeindlichkeit in der Neckarstadt-West

8. Mai: Tag der Befreiung am

8. Mai 22. Juni: 70 Jahre Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion

Juli/August: Sommerakademie des Friedensratschlags

6. August: Siebter Pacemakers Radmarathon für atomare Abrüstung (mit Station in MA)

6./9. August: Hiroshima-/Nagasaki-Tag

1. September: Antikriegstag/Weltfriedenstag

4. September: 2. Jahrestag des Massakers von Kundus

7. Oktober: 10. Jahrestag des Kriegsbeginns gegen Afghanistan (evtl. Afghanistan-Tribunal)

3./4. Dezember 18. Friedenspolitischer Ratschlag in Kassel

 
Zwischen Kollateralschäden und neuen Helden - Rede von Oberstleutnant a.D. Jürgen Rose PDF Drucken
Freitag, den 26. November 2010 um 23:52 Uhr

Rede von Jürgen Rose beim Entmilitarisierten Volkstrauertag
Mannheim am 14. November 2010

Als am 9. Mai 1945 nach viereinhalb Jahren des Schlachtens, Verstümmelns, Mordens, Vergasens und Krepierens endlich die Waffen in Europa schwiegen, lag zusammen mit dem Dritten Reich endlich auch der preußisch-militaristische Krieger- und Heldenkult in Trümmern. Nur noch Trauer war, wo früher Größenwahn und Heroismus strotzten. An die Stelle des verlogenen Heldengedenkens vergangener Zeiten rückte eine demokratisch geläuterte Bundesrepublik Deutschland das gemeinsame Erinnern an die Opfer beider Weltkriege und des Nationalsozialismus – den Volkstrauertag, den wir heute begehen.

Weiterlesen...
 
Entmilitarisierter Volkstrauertag - Gedenkstunde Hauptfriedhof PDF Drucken
Sonntag, den 07. November 2010 um 22:37 Uhr

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Die zentrale Gedenkfeier zum Volkstrauertag wird seit 1990 auf dem Mannheimer Hauptfriedhof in entmilitarisierter Form durchgeführt. Die Gestaltung liegt beim Arbeitskreis Volkstrauertag. (u. a. DGB Region Rhein-Neckar, VVN-BdA, DFG-VK und freireligiöse Gemeinde).

Die ersten Jahre fand die Gedenkfeier unter Beteiligung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt. 1996 zog sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge aus dem Arbeitskreis zurück und veranstaltet nun nachmittags eine eigene Feier.

Wichtiger Leitgedanke der entmilitarisierten Gedenkfeier war und ist es, der Opfer aller Kriege zu gedenken. Jedes Jahr werden beim Schweigeweg Opfer von Faschismus und Kriegen in Einzelschicksalen dargestellt, um sie aus der Anonymität treten zu lassen.

Schirmherrschaft: Stefan Rebmann, Vorsitzender DGB Region Rhein-Neckar

Sonntag, 14. November 2010, 11 Uhr Mannheim Hauptfriedhof, Trauerhalle

Begrüßung: Lars Treusch, DGB Region Nordbaden.

Rezitation - Einhart Klucke

Ansprache: „Zwischen „Kollateralschäden“ und „neuen Helden“, Oberstleutnant a.D. Jürgen Rose, Darmstädter Signal,

Rezitation - Einhart Klucke

Schweigeweg zu Gedenkstätten des Friedhofs

Gräberfeld der polnischen KZ-Häftlinge
Zum ‚Heldentum‘ gezwungen - mit 14 Jahren ins KZ. Das Schicksal des polnischen Zwangsarbeiters Andrzej Branecki. Andrea Volz, KZ-Gedenkstätte Sandhofen KZ-Gedenkstätte
Zwangssterilisation und „Euthanasie“ - Erinnerung an ein Opfer der NS-Medizin Karin Berndt, AK Justiz

Soldatengedenkstätte
„Wir waren praktisch schon tot“ Petros Aforki Mulugeta und Yonas Haile Mehari - Deserteure aus Eritrea, Gaby Weiland

 
Kungebung zum Abschluss von PAXX - Peace Action Trainings PDF Drucken
Freitag, den 29. Oktober 2010 um 07:21 Uhr

Straßentheaterszene PAXX-Abschlusskungebung, Mannheim 1.11.10Großpuppen als sichtbarer Ausdruck für neuen Schwung durch aufbauende Aktionskonferenz-Tage

Zwei Meter hohe Großpuppen und Straßentheaterszenen zeigten, dass die rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der viertägigen PAXX - Peace Action Trainings in den Workshops erfolgreich neue Formen gefunden haben, Abrüstung und Frieden wieder stärker in die öffentliche Debatte zu bringen. Das ist dringend nötig, angesichts der Tatsache, dass Deutschland Europameister im Rüstungsexport ist und auch die Bundeswehr selbst permanent teurere und tödlichere Waffen beschafft. Während die Bundeswehr ihre Auslandseinsätze und Werbefeldzüge verstärkt, kommt  die atomare Abrüstung kaum voran und immer noch lagern Atomsprengköpfe im Fliegerhorst Büchel in der Eifel in Rheinland-Pfalz. Darüber wurde in den Themen-Workshops intensiv informiert und diskutiert. Ausgelassen Party feiern und beim Lachworkshop Tränen lachen lässt sich sehr gut mit inhaltlicher Arbeit verbinden: In den Workshops beschäftigte man sich unterstützt durch kompetente Referentinnen wie z. B. Regina Hagen oder Lisa Schindler und Referenten wie etwa Prof. Andreas Buro und Roland Vogt mit aktuellen Fragen. Wie Konflikte gewaltfrei ohne Blutvergießen bearbeitet werden können, war dabei ebenso ein Thema wie die Konversion von Militärflächen. Untersucht wurde auch die Frage, wie es der BürgerInnen-Bewegung FREIe-HEIDe in Brandenburg gelungen ist, dass die Bundeswehr auf den Bombenabwurfplatz verzichten musste.

Weiterlesen...
 
200 Besucher beim Antikriegstag 2010 im Gewerkschaftshaus PDF Drucken
Freitag, den 13. August 2010 um 18:11 Uhr

Besucher beim Antikriegstag 2010 in Mannheim im Gewerkschaftshaus200 Besucher im Mannheimer Gewerkschaftshaus erlebten trotz der traurig stimmenden Tatsachen und Zahlen, die die Redner vortrugen, einen motivierenden Abend. Viele Zuhörer gingen  angeregt diskutierend nach Hause, weil die Vorträge von Donuta Sacher von Terre des Hommes und von Frank Bsirkse, ver.di-Vorsitzender, fakenreich und spannend waren. Nüchtern und sachlich erklärten sie Zusammenhänge und riefen wichtige Daten in Erinnerung. Das Duo Unkraut bereichert den Abend mit Antikriegs-Liedern und als die Fontane-Ballade "Das Trauerspiel von Afghanistan" rezitiert wurde, zeigten sich historische Parallelen zwischen damals und heute.

Weiterlesen...
 
« StartZurück12345678910WeiterEnde »

Seite 9 von 10