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19 | 09 | 2017
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Freitag, den 11. Januar 2013 um 20:09 Uhr

Logo Nonviolent PeaceforceOhne Waffen
Menschen schützen, Gewalt vorbeugen

Infoveranstaltung mit Podiumsdiskussion zum 10. Geburtstag der Nonviolent Peaceforce (NP)

Fr. 15.02.2013, 19 Uhr Mannheim, Gewerkschaftshaus, Hans‐Böckler‐Str. 2, Bleicher‐/Loderersaal,

Die Verantwortung der Staaten‐ und Weltgemeinschaft, Menschen zu schützen, ist spätestens seit der UN‐Resolution „Responsibility to protect“ als ein wichtiges Ziel internationaler Politik definiert. Wie aber kann man Menschen schützen und zugleich Gewalt in Konfliktregionen nachhaltig vorbeugen bzw. Gewalt vermindern? Letzteres ist mit militärischen Mitteln nicht zu realisieren, wohl aber mit Methoden der Zivilen Konfliktbearbeitung.

Seit nunmehr zehn Jahren arbeitet die Nonviolent Peaceforce (NP), ein internationales Netzwerk von Friedensorganisationen, in diesem Bereich. Dabei hat sie das Konzept des "Unarmed Civilian Peacekeeping" entwickelt, deren Ziel es ist, „direkte Gewalt dadurch zu vorzubeugen, dass unbewaffnete Zivilisten potentielle Gewalttäter beeinflussen bzw. ihr Verhalten kontrollieren.“ (Christine Schweitzer)

In ihren Projekten in Sri Lanka (2003‐2011) und Guatemala (2007/08) sowie aktuell auf Mindanao/Philippinen (seit 2007), im Südsudan (seit 2010) und in Georgien (seit 2011/2012) setzte bzw. setzt sie dieses Konzept um und erzielt vermehrt Anerkennung.

Wie diese für manche verwegen klingende Form der Zivilen Konfliktbearbeitung täglich in den genannten Ländern praktiziert wird, wird an diesem Abend plastisch erläutert. Gezeigt wird der 20‐minütige Film "Unarmed Civilian Peacekeeping ‐ Building a Nonviolent Peaceforce" und eine Ausstellung, die dank der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW realisiert wurde. Weiterhin wird es Gespräche geben mit Outi Arajarvi vom Internationalen Rat der NP und mit dem Leiter der NP Philippinen, Paul Mettler.

Anschliesend werden PolitikerInnen (Stefan Rebmann und N.N.) und VertreterInnen der Zivilgesellschaft (Ev. Kirche Baden, Amnesty) das Gehörte kommentieren und diskutieren, wie das Konzept des "Unarmed Civilian Peacekeeping" politisch unterstützt werden könnte. Auch das Publikum kann und soll mitdiskutieren.

Zwischendurch sorgt die Kabarettistin und Chansonsängerin Jane Zahn Lieder für ein entspanntes Nachsinnen über das Gehörte.

Ablauf der Veranstaltung

19.00 Uhr
Begrüßung durch Stephan Brües (AG Nonviolent Peaceforce Deutschland, Vorsitzender Bund für Soziale Verteidigung)
Grußworte von Stefan Maaß (Ev. Landeskirche Baden) undLars Treusch (DGB Nordbaden)
Film: „Unarmed Civilian Peacekeeping – Building a Nonviolent Peaceforce" (Englisch mit dt. Untertiteln)
Idee, Gründung und Organisation von NP: Gespräch von Moderatorin Renate Wanie mit Outi Arajärvi (Mitglied im Internationalen Rat von NP)
Ohne Waffen Menschen schützen, Gewalt vorbeugen ‐ wie geht das? Das Beispiel Philippinen: Gespräch von Moderatorin Renate Wanie mit Paul Mettler (Leiter des NP‐Projekts Philippinen)

ca. 20.25 Uhr Pause (mit der Möglichkeit, sich die deutschsprachige
Ausstellung über NP anzuschauen)

ab ca.20.45 Uhr
Kulturbeitrag: Lieder von Jane Zahn
Podiumsdiskussion: Wie kann die Politik Unarmed Civilian Peacekeeping fördern? Und wie die Bürger?
Podiumsteilnehmer:
‐ Stefan Rebmann (MdB (SPD), Unterausschuss für Zivile Konfliktbearbeitung und Vernetzte Sicherheit)
‐ Stefan Maaß, Arbeitsstelle Frieden, Ev. Landeskirche Baden
‐ Catherine Devaux (Amnesty, Taskforce Konfliktprävention)
- Moderation: Stephan Brües (Werkstatt für gewaltfreie Aktion Baden)
22.30 Uhr: Ende

Die Veranstaltung wurde initiiert von der AG Nonviolent Peaceforce Deutschland, einem Zusammenschluss von Aktiven der beiden deutschen Mitgliedsorganisationen der Nonviolent Peaceforce, Bund für Soziale Verteidigung (BSV) und Forum Ziviler Friedensdienst (ForumZFD). Die Organisation lag in den Händen des BSV. Mitveranstalter ist die Arbeitsstelle Frieden der Ev. Landeskirche Baden, der die Initiatoren auch für ihren finanziellen Beitrag danken. Die Veranstalter danken weiterhin dem DGB Nordbaden für die finanzielle Unterstützung dieses Abends.

Organisator
Bund für Soziale Verteidigung e.V.
Schwarzer Weg
832423 Minden
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Tel.: 0571/29456
Fax: 0571/23019
Ansprechpartner in der Region

Stephan Brües stephan(at)gmx(Punkt)de

Flyer zur Veranstaltung (PDF)